Pater Ingbert Naab im Ordensgewand
Pater Ingbert Naab, Foto: Kapuzinerorden/CC

90. Todestag von Pater Ingbert Naab OCap am 28. März 2025

Pater Ingbert Naab OCap wird am 5. November 1885 als Sohn einer alteingesessenen Bauernfamilie in Dahn geboren, einer kleinen Gemeinde in der Region Pirmasens in Rheinland-Pfalz. Er wird auf den Namen Karl Borromäus getauft. Nach dem Abitur in Speyer tritt er 1906 in Laufen an der Salzach in den Orden der Kapuzinerorden ein und erhält den Ordensnamen Ingbert. Nach dem Theologiestudium in Eichstätt wird er dort 1910 zum Priester geweiht.

Bereits in den frühen 1920er Jahren warnte Pater Ingbert in Wort und Schrift vor der nationalsozialistischen Bewegung und ihrer Ideologie. Er wird einer der wichtigsten Mitarbeiter Fritz Gerlichs und dessen Wochenschrift „Der gerade Weg.“

In gleicher Weise erhebt Pater Ingbert, ein gefragter Jugendseelsorger und Beichtvater, in seinen Predigten die Stimme gegen die Nationalsozialisten. Im März 1932 tritt Pater Ingbert mit einem offenen Brief an Adolf Hitler an die Öffentlichkeit und erreicht damit wie auch mit seiner Denkschrift an die Deutsche Bischofskonferenz vom Juni 1934 viele Millionen Menschen.

Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten flieht Pater Ingbert im Juni 1933 über die Schweiz, Tschechoslowakei und Italien in das französische Elsass, wo er nach schwerer Krankheit am 28. März 1935 in Straßburg stirbt. Im April 1953 werden seine sterblichen Überreste nach Eichstätt überführt und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung feierlich auf dem Kapuzinerfriedhof bestattet.

In seiner rheinlandpfälzischen Heimat findet zu seinem Gedenken und zu seinen Ehren in diesem Jahr erstmals das Pater-Ingbert-Naab-Jubiläumsjahr statt.

Detaillierte Informationen dazu sowie zu Leben und Wirken von Pater Ingbert Naab OCap finden Sie in einem Beitrag des Bistums Eichstätt unter https://www.bistum-eichstaett.de/aktuelle-meldungen-details/news/pater-ingbert-naab-hitlers-schaerfster-kritiker-in-der-kirche/.